Kategorie: Deftige Brotaufstriche

Guacamole

Guacamole

 

Heute folgt einer meiner Lieblingsbrotaufstriche, den man ursprünglich als Dip aus der mexikanischen Küche kennt. Da man mittlerweile in so gut wie jedem Supermarkt Avocados (idealerweise direkt schon vorgereift) findet, ist die Zubereitung zuhause ein Kinderspiel. Man bereitet ihn am besten kurz vor dem Servieren zu, denn obwohl durch den Zusatz von Zitronensaft die grüne Farbe recht lange erhalten bleibt, schmeckt die Guacamole frisch einfach am besten!

 

Zutaten:

1 reife Avocado

Zitronensaft (Dosierung je nach persönlichem Geschmack)

3-4 mittelgroße Tomaten

1 Handvoll glatte Petersilie

1 Knoblauchzehe

Salz, Pfeffer, Chilischoten aus der Mühle je nach persönlichem Geschmack

Zubereitung:

1. Die Tomaten waschen und in kleine Würfelchen schneiden. Hierzu das kernige und wässrige Innere entfernen, um die Guacamole nicht unnötig zu verwässern.

2. Die Avocado halbieren und entsteinen. Das Fruchtfleisch aus den Avocados herauslöffeln und in einer Schüssel mit Hilfe einer Gabel zerdrücken.

3. Sofort mit Zitronensaft beträufeln damit die Creme ihre appetitlich grüne Farbe behält.

4. Den Knoblauch schälen und durchpressen.

5. Petersilie waschen, trocken tupfen, Blättchen von den Stielen zupfen und fein hacken.

6. Tomaten, Knoblauch und die Petersilie unter die Avocadomasse mischen.

7. Mit Salz, Pfeffer und den getrockneten Chilies würzen.

Die Tomaten kann man selbstverständlich auch weglassen und die Petersilie kann beispielsweise durch Koriander ersetzt werden. Wer das Ganze noch etwas cremiger mag, kann auch noch einige Löffelchen Creme Fraiche unterrühren.

Die Avocado zählt mit knapp 25% Fettgehalt zu den fettreichsten Obstorten. Da dies sich aber zum größten Teil aus ungesättigte Fettsäuren zusammensetzt, leistet sie dennoch einen wertvollen Beitrag zu ausgewogener, gesunder Ernährung.

Die Guacamole schmeckt mir persönlich am besten auf einem Stück kernigen Bauernbrot oder auf geröstetem, knusprigen Fladenbrot. Und sie ist stets ein willkommenes Mitbringsel für gemütliche Grillabende.

 

 

 

 

 

Advertisements

Kochkäse

Kochkäse1 1

 

Heute gebe ich ein typisch unterfränkisches Familienrezept preis. Immer wenn ich diesen leckeren Brotaufstrich außerhalb meiner Heimat mache, werde ich gefragt, was denn alles enthalten sei. Mittlerweile bestehe ich darauf, erst NACH dem Verzehr näher darauf einzugehen, denn leider ist er ein Bömbchen. Oder vielmehr eine Bombe. Eine Kalorienbombe! Und das schreckt leider nur allzu oft ab. Aber Fett ist nun mal ein optimaler Geschmacksträger und wenn man den Kochkäse einmal gegessen hat, ist man ihm auf ewig verfallen. Glaubt mir! Es lohnt sich in diesem Fall zu sündigen und am nächsten Tag dafür ein Ründchen mehr laufen zu gehen.

Bei uns gibt es den Kochkäse allerdings auch nur zu besonderen Frühstückstreffen, da man ihn

a) praktischerweise in einer größeren Menge herstellt, denn so bleiben keine angebrochenen Packungen zurück. Angeblich kann man ihn auch einfrieren, das habe ich allerdings noch nie ausprobiert. Punkt b) sorgte bisher immer dafür, dass es keine Reste gab.

b) Ich gebe Besuchern gerne ein Gläschen für zu Hause mit. Denn die Frage, ob noch etwas übrig sei, kommt von schätzungsweise 80% der Gäste. Bei meinem Schwiegervater z.B. weiß ich schon im Vorfeld, dass er sich immer über ein extra Gläschen für die Brotzeit am nächsten Tag freut.

Zutaten:

250g Butter

200g saure Sahne

2 Ecken Sahneschmelzkäse (gibt es schon genauso abgepackt)

1 Harzer Rolle (ca. 200g)

1 Messerspitze Natron

Kümmel nach Geschmack (man kann ihn auch weglassen, für mich ist er allerdings unverzichtbar)

Zubereitung:

1. Butter, Schmelzkäse, saure Sahne und Harzer Rolle in einen Topf geben und unter stetigem Rühren ganz langsam schmelzen. Solange vermengen bis eine homogene Masse ohne Klümpchen entsteht. Keine Angst, wenn es zwischenzeitig so aussieht, als würde es nicht klappen! Das ist normal und wird sich erst kurz vor Ende ändern.

2. Im Anschluss die Masse mit einer Messerspitze Natron versehen und nochmals umrühren, das macht das ganze etwas luftiger. Aber Achtung: mit dem Natron nicht übertreiben! Sonst bekommt man Ergebnisse die einem Polyurethanschaum nicht unähnlich sind. Habe ich selbst schon ausprobiert und hatte Angst, dass mein Topf den Massen nicht standhält.

3. Die fertige Kochkäsemassse in Gläschen abfüllen und etwas abkühlen lassen.

4. Erst dann gebe ich den Kümmel hinzu, da er sich im zu heißen und sehr flüssigen Kochkäse am Boden des Glases sammelt. Ist die Masse allerdings etwas abgekühlt und dickflüssiger lassen sich die Kümmelsamen gleichmäßiger verteilen.

Kochkäse passt am besten zu einem kräftigen Bauernbrot. Wer es noch etwas deftiger man, reicht dazu kleingeschnittene Zwiebelchen oder Zwiebelringe und lässt im Anschluss eine Prise Paprikapulver oder Pariser Pfeffer (Rezept folgt) folgen.

Warm kann man ihn auch ganz vorzüglich zu Pellkartoffeln essen. Quasi wie ein fränkisches Käsefondue.